SIB:DE Forschung - Sodium-Ion-Battery Deutschland-Forschung
- Ansprechperson:
- Projektgruppe:
Institut für Angewandte Materialen -Energiespeichersysteme (IAM-ESS)
- Projektbeteiligte:
BASF SE
Forschungszentrum Jülich
Fraunhofer-Gesellschaft
ZSW Ulm
Humboldt-Universität zu Berlin
Universität Münster
TU München
RWTH Aachen University
Universität Bayreuth
Rain Carbon GmbH
Schunk Kohlenstofftechnik GmbH
E-Lyte Innovations GmbH
EVONIK Operations GmbH
VARTA Microbattery GmbH
- Starttermin:
2025
- Endtermin: 2027
Ziele und Ergebnisse
Angesichts knapper werdender Rohstoffe, geopolitischer Unsicherheiten und steigender Energiekosten wächst der Bedarf an Alternativen zur Lithium-Ionen-Technologie. Natrium-Ionen-Batterien entwickeln sich dabei zu einer vielversprechenden Option, um künftig leistungsfähige und zugleich ressourcenschonende Energiespeicher in Europa bereitzustellen. Die dafür benötigten Materialien sind besser verfügbar und weniger kritisch für Umwelt und Lieferketten.
Während Lithium-Ionen-Batterien weiterhin eine zentrale Rolle in Elektromobilität und stationären Speichersystemen spielen, steigt der Druck auf deren Rohstoffversorgung und Produktionskosten. Natrium-Ionen-Systeme bieten hier einen wichtigen technologischen Ansatz: Sie nutzen Rohstoffe, die weltweit breiter verteilt sind, und können – je nach Wahl der Kathodenmaterialien – sowohl im mobilen als auch im stationären Bereich eingesetzt werden. Ein wesentlicher Vorteil liegt in ihrer sogenannten Drop-in-Fähigkeit, da viele etablierte Produktionsschritte aus der Lithium-Ionen-Fertigung übernommen werden können. Das erleichtert die Industrialisierung und senkt Investitionshürden.
Das Projekt „SIB:DE Forschung“ verfolgt das Ziel, das Potenzial dieser Technologie für eine nachhaltige Energie- und Mobilitätswende zu bewerten und ihre Einführung in die industrielle Praxis vorzubereiten. Dazu arbeiten Partner aus Forschung und Industrie entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammen – von der Entwicklung geeigneter Aktivmaterialien über die Zellfertigung bis zur Skalierung großformatiger Batteriesysteme. Durch die enge Kooperation entstehen Lösungen, die bestehende Produktionsinfrastrukturen nutzen und einen schnellen Transfer in die Anwendung ermöglichen. Auf diese Weise soll die Wettbewerbsfähigkeit Europas gestärkt und die technologische Souveränität im Bereich moderner Energiespeicher weiter ausgebaut werden.
weitere Informationen:
https://www.kit.edu/202502-natrium-ionen-batterien-auf-dem-weg-in-die-anwendung.php
